ALL ABOUT: LUCAS WILSON

 

Schon mal was von Parkour oder Freerunning gehört? Auch wenn nicht- ist das Interview mit Lucas sicherlich auch interessant. Lucas ist ein Teil unserer Kartei und besitzt ein ziemlich spezielles Talent. Da Parkour und Freerunning nicht zu den gängigen Sportarten gehört, freuen wir uns sehr hier einen kleinen Blogeintrag darüber zu posten. Also wenn wir euer Interesse geweckt haben findet ihr hier den Link zu Lucas Homepage.

 

1. Lieber Lucas stell dich doch ein Mal vor.

Na klaro 🙂
Mein Name ist Lucas, ich bin 25 Jahre alt, komme ursprünglich aus Hessen, wohne aber seit mehreren Jahren in Berlin. Zum einen aus beruflichen Gründen aber auch, weil ich die Stadt einfach Hammer finde. Ich denke man kann mich ohne zu Zögern in eine Kiste mit der Aufschrift „Sportler“ einsortieren. Wenn ich eine Frucht wäre, dann vermutlich eine Mango und wenn ich jetzt einfach irgendwohin reisen könnte, dann auf die Falklandinseln für eine arktische Expedition!

2. Parkour und Freerunning gehören laut deiner Homepage zu deiner großen Leidenschaft. Wie bist du zu diesem außergewöhnlichen Sport gekommen?

Also ich habe erstmal 8 Jahre lang auf hohem Niveau Fußball gespielt, aber daran irgendwann das Interesse verloren. Bei einem Freund im Garten bin ich oft Trampolin gesprungen, da habe ich wohl schon gemerkt, dass mir Akrobatik ziemlich viel Spaß macht… Als mir dann mein Papa Videos auf Youtube gezeigt hat, in dem Leute wild durch die Gegend springen und Sachen mit ihrem Körper machen, von denen ich gar nicht wusste, dass man sie machen kann, wusste ich: „DAS will ich ausprobieren!“ Also habe ich nicht lange gezögert und im Alter von 15 Jahren nach einem Parkour-Team in meiner Nähe gesucht. Nach dem ersten Training war es um mich geschehen – das war wie Liebe auf den ersten Blick.

3. Was ist der wesentliche Unterschied zwischen Parkour und Freerunning?

Wenn ich gefragt werde, was ich für einen Sport mache, sage ich immer entweder das eine, oder das andere, je nach Gesprächspartner. Für die meisten Menschen, die zu dem Sport keinen Bezug haben ist das auch egal, das wird in die gleiche Kiste gepackt und ich muss nicht viel erklären.

Wenn man es aber genau wissen will, ist Parkour die Kunst, den effizientesten Weg von A nach B zu nehmen – im Grunde wie ein Hindernislauf – bei dem jede Bewegung dazu dient, das Ziel zu erreichen. Im Freerunning hingegen geht es darum, sich spielerisch und kreativ im Gelände „auszutoben“ – hier ist alles erlaubt: Saltos, Tricks, Schrauben, Kicks, tänzerische Bewegungen… Der Kreativität wird keine Grenze gesetzt. Es geht dabei vor allem um den eigenen individuellen „Style“. Eigentlich definiere ich mich von daher eher als Freerunner.

4. Was ist für dich die Faszination an diesem Sport?

Wow, da gibt es tatsächlich ziemlich viele Aspekte… Im Allgemeinen, dass ich in jedem Training aufs neue meine Grenzen sprenge – zum einen körperlich und zum anderen aber auch mental. Es kommt nämlich nicht selten vor, dass ein Sprung ziemlich gruselig ist, beispielsweise wenn die Landung des letzten Sprungs über einen Abgrund führt. Das Gefühl meine Ängste überwunden und den Sprung sicher und sauber durchgeführt zu haben, ist herrlich! Natürlich bin ich dabei nicht verantwortungslos – ich springe nur dann, wenn ich mir wirklich sicher bin, dass ich es schaffen kann.

5. Ist es für dich möglich deine Leidenschaft Hauptberuflich auszuüben?

Ja, seit 2012 arbeite ich hauptberuflich auf der Bühne und vor der Kamera.
Das geht soweit sehr gut und ich bin optimistisch, dass ich als Berufsathlet noch mindestens arbeiten kann, bis ich 35 bin. Also habe ich damit eine ähnliche Berufsdauer wie ein Tänzer.

 

6. Wie viel Zeit investierst du in deine Leidenschaft?

Ich bin aktuell 5-6 mal die Woche im Training. Das brauche ich auch, und zwar nicht nur für meinen Körper. Ich merke schnell, dass ich auch mal ein wenig launisch werde, wenn ich zu lange nicht trainiert habe 😉

7. Wo siehst du dich in 10 Jahren? Was sind deine persönlichen Ziele die du noch erreichen möchtest?

Also ich kann mir auf jeden Fall gut vorstellen, dass ich noch immer mit Leidenschaft bei meinem Sport bin und in den kommenden Jahren will ich noch bei der ein oder anderen Parkour-Competition einen guten Platz belegen und alles gegeben haben.
Beruflich will ich mich bis dahin weiterentwickelt und ein neues Projekt für mich gefunden haben, dem ich mich mit Freude und Interesse widme. Was genau das sein könnte, weiß ich jetzt noch nicht. Aber ich arbeite bereits daran, es herauszufinden.

Ich will mindestens eine eigene Immobilie besitzen! Mindestens. Finanzieller Erfolg ist für mich sicher nicht alles, aber definitiv ein wichtiger Punkt.
Ich will auf jeden Fall irgendwann eine Familie gründen, aber ob das in 10 Jahren schon passiert sein MUSS, weiß ich jetzt noch nicht.

Ich will mein Leben auf jeden Fall so richtig genießen und möglichst viel aus mir herausholen! Meine Grundmotivation ist eigentlich immer, mein volles Potential zu entfalten, in jeglicher Hinsicht. Man sieht, der Sport hat seine Spuren in meinem Leben hinterlassen, hehe.

8. Viele werden sich nun sicherlich Fragen, wie man am besten mit diesem Sport startet. Hast du Tipps für Anfänger?

Tretet mit Leuten in Kontakt, die den Sport schon ausüben 🙂 Die gibt es mittlerweile in jeder größeren Stadt. Das Tollste am Training ist nämlich, dass zwar jeder seine eigenen Sprünge macht, aber man trotzdem gemeinsam trainiert und versucht herauszufinden, wie man einen herausfordernden Sprung am besten knackt. Das Miteinander ist das, wofür ich den Sport besonders liebe.

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